Eine private Samenspende, die nicht über eine Samenbank bezogen wird, erscheint auf den ersten Blick persönlicher, günstiger und natürlicher. Sie birgt aber rechtliche, medizinische, emotionale und finanzielle Risiken. Geklärt werden müssen Fragen zur Vaterschaft, zum Unterhalt, Umgang, späteren Erwartungen und der Rolle des Spenders. Private Vereinbarungen können solche Fragen nicht immer rechtssicher klären. Überdies fehlt in der Regel ein Infektionsscreening und eine genetische Familienanamnese. Deshalb ist eine Behandlung in einem Kinderwunschzentrum, das mit einer oder mehreren Samenbanken zusammenarbeitet, rechtlich und medizinisch meist der bessere Weg.