Blastozystenkultur

Die Blastozystenkultur ist ein individuell eingesetztes Add-on im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mit IVF oder ICSI. Hierbei erfolgt der Embryotransfer nach der künstlichen Befruchtung zu einem späteren Zeitpunkt als üblich, wenn die Embryonen das sogenannte Blastozystenstadium erreicht haben. Die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einnistung und Schwangerschaft kann sich dadurch erhöhen.

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Consulting for fertility treatment

Verfahren

Verfahren

Blastozystenkultur: Späterer Embryotransfer

Nach der künstlichen Befruchtung der Eizelle per IVF oder ICSI werden die Embryonen im Inkubator kultiviert. Verläuft der Zellteilungsprozess erfolgreich, entwickelt sich der Embryo zu einem Stadium mit 2–4 Zellen am zweiten bzw. 6–8 Zellen bis zum dritten Tag. Dies ist der Zeitpunkt, zu dem üblicherweise der Embryotransfer in die Gebärmutter durchgeführt wird.

Bei einer Blastozystenkultur werden die Embryonen nach der künstlichen Befruchtung länger im Labor kultiviert (5 Tage). Die Zellteilung kann dabei – wenn gewünscht – zusätzlich mithilfe einer Zeitraffer-Kamera (Time Lapse) verfolgt und ein Embryo erst in die Gebärmutter übertragen werden, wenn er sich zu einer Blastozyste weiterentwickelt hat. Zu diesem Zeitpunkt besteht der Embryo bereits aus einer inneren Zellmasse, einer äußeren Zellschicht und einem flüssigkeitsgefüllten Hohlraum.

Wirkung

Wirkung

Auswahl vitaler Embryonen für den Transfer

Das Stadium der Blastozysten erreichen grundsätzlich nicht alle befruchteten Eizellen nach einer IVF oder ICSI. Es kommt quasi zu einer natürlichen Form der Selbstselektion lebensfähiger Embryonen. Von jenen, die sich bis zur Blastozyste entwickelt haben, erhofft man sich eine höhere Vitalität und Einnistungsfähigkeit.

Erfolgschancen

Erfolgschancen

Schwangerschaftsraten nach Blastozystentransfer

amedes Kinderwunschzentren erreichen, in Abhängigkeit vom Alter einer Frau, Schwangerschaftsraten von ca. 35–50 % pro Blastozystentransfer. Die Entscheidung für oder gegen einen Transfer in diesem Stadium erfolgt individuell je nach Alter der Patientin, der Eizellqualität, der ovariellen Reserve und weiteren Faktoren, die die Embryonalentwicklung beeinflussen können. 

Wenn du dich für das Thema künstliche Befruchtung und Blastozystentransfer interessierst, vereinbare gerne einen Termin in einem amedes Zentrum für Kinderwunschbehandlungen in deiner Nähe. Wir behandeln Unfruchtbarkeit von heterosexuellen Patienten, und unterstützen lesbische Paare und alleinstehende Frauen bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches.

amedes Kinderwunschzentren

Zielgruppe

Zielgruppe

Indikationen für eine Blastozystenkultur

Eine längere Kultivierung der Embryonen ist nur unter bestimmten individuellen Voraussetzungen und Bedingungen möglich und sinnvoll. Ihr Hauptziel ist die Senkung der Mehrlingsrate – in dem nur eine Blastozyste transferiert wird – bei gleichzeitig hohen Erfolgsraten.

Ablauf Kinderwunschberatung

Gut vorbereitet ins Kinderwunschzentrum

Online einen Termin im Kinderwunschzentrum in eurer Nähe vereinbaren.

Überweisung mit Vermerk "unerfüllter Kinderwunsch", falls Kostenübernahme durch Krankenkasse möglich.

Einholen aktueller medizinischer Befunde von Frauenärztin/Frauenarzt und ggf. Hausärztin/Hausarzt.

Fragen aufschreiben und zusammen mit den Befunden zum Erstgespräch mitbringen.

Kosten

Kosten

Kosten für eine Blastozystenkultur

Die Kosten für eine Blastozystenkultur mit Time-Lapse-Beobachtung liegen in der Regel bei etwa 600 Euro. Da es sich hierbei um eine optionale Zusatzleistung im Rahmen einer künstlichen Befruchtung handelt, werden die Kosten in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Vor der Behandlung erhältst du bei amedes einen detaillierten Kostenplan, in dem alle Leistungen mit den zugehörigen Kosten aufgeführt sind.

Hier findest du uns

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Unsere Standorte im Überblick

Unsere amedes Kliniken für Kinderwunschbehandlungen findest du in ganz Deutschland. Wenn du mehr über die Leistungen am jeweiligen Standort erfahren willst, klicke einfach auf die interaktive Karte. Längere Kultivierungen von Embryonen werden nicht in allen Kinderwunschzentren angeboten. Blastozystenkulturen sind in NRW im Kinderwunschzentrum Dortmund, in Rheinland-Pfalz im Standort Trier, in Niedersachsen in den Standorten Bad Münder und Hannover und in Hamburg in den Standorten Fertility Center Hamburg und Hamburg Barkhof möglich.

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Fertility Center Hamburg
Kinderwunschzentrum Hamburg Barkhof
Kinderwunschzentrum Hannover
Kinderwunschzentrum Dortmund
Kinderwunschzentrum Köln
Kinderwunschzentrum Trier
Kinderwunschzentrum Bad Münder
Kinderwunschzentrum Siegen
Kinderwunschzentrum Wuppertal
Hamburg
Fertility Center Hamburg

Speersort 4,
20095 Hamburg,
Deutschland

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Hamburg
Kinderwunschzentrum Hamburg Barkhof

Mönckebergstraße 10
(6. Etage, Eingang Passage Barkhof)
20095 Hamburg

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Hannover
Kinderwunschzentrum Hannover

Theaterstraße 15
30159 Hannover

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Dortmund
Kinderwunschzentrum Dortmund

Olpe 19
44135 Dortmund

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Köln
Kinderwunschzentrum Köln

Schönhauser Str. 3
50968 Köln (Bayenthal)

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Trier
Kinderwunschzentrum Trier

Max-Planck-Straße 15
54296 Trier

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Bad Münder
Kinderwunschzentrum Bad Münder

Hannoversche Straße 24
31848 Bad Münder

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Siegen
Kinderwunschzentrum Siegen

Hermelsbacher Weg 41
57072 Siegen

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Wuppertal
Kinderwunschzentrum Wuppertal

Hofaue 93
42103 Wuppertal

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Häufige Fragen und Antworten

Häufige Fragen und Antworten

Unterliegt eine Blastozystenkultur in Deutschland rechtlichen Beschränkungen?

Hierzulande regelt das Embryonenschutzgesetz den Umgang mit Embryonen. Eine uneingeschränkte Selektion ist grundsätzlich nicht erlaubt, eine Blastozystenkultur schon. Vor der Anwendung des Verfahrens berät dich deine Ärztin / dein Arzt im amedes Kinderwunschzentrum individuell zu den Rahmenbedingungen, Chancen und Grenzen der verlängerten Kultivierung.

Für welche Altersgruppe ist eine Blastozystenkultur geeignet?

Es gibt keine festen Altersgrenzen für die Methode. Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung des Verfahrens ist eine ausreichende Eizellreserve und eine gute Eizellqualität. Jüngere Frauen haben bei diesen Faktoren günstigere Voraussetzungen als ältere.

Welche Vorteile hat eine Blastozystenkultur?

  • Durch die Methode werden besonders vitale Embryonen ausgewählt.

  • Durch einen Single-Embryo-Transfer werden Mehrlingsschwangerschaften vermieden.

  • Die Lebendgeburtenrate nach Transfer eines Embryos im Blastozystenstadium ist höher.

Kann eine Blastozystenkultur mit anderen Methoden kombiniert werden?

Eine Kryokonservierung ist erforderlich, wenn überzählige befruchtete Eizellen vorhanden sind. In der Regel versucht man aber, dies zu vermeiden. Ob eine Kombination mit weiteren sogenannten Add-ons wie Calcium Ionophor, EmbryoGlue® oder Präimplantationsdiagnostik sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab. Frag gerne deine Spezialistin oder deinen Spezialisten im amedes-Kinderwunschzentrum. 

Wie viele Embryonen entwickeln sich normalerweise zum Blastozystenstadium?

Durchschnittlich erreicht nur etwa jede vierte Eizelle das Blastozystenstadium. Nur etwa jede zweite Blastozyste ist für eine Implantation geeignet. Eine Kultivierung bis zum Blastozystenstadium ist daher in aller Regel nur sinnvoll, wenn – individuell festgelegt – mindestens drei bis fünf befruchtete Eizellen zur Verfügung stehen.

Ist es möglich, dass sich kein Embryo zu einer Blastozyste entwickelt?

Ja, das ist möglich, da die Embryonalentwicklung nicht nur durch die Qualität von Eizellen und Spermien beeinflusst wird, sondern auch durch Störungen im Zellteilungsprozess und genetische Faktoren. Wenn nur eine geringe Anzahl befruchteter Eizellen zur Verfügung steht, ist das Risiko ebenfalls höher.

Wann ist eine Blastozystenkultur nicht sinnvoll?

Bei einer geringen Anzahl befruchteter Eizellen (1–2) besteht ein erhöhtes Risiko, dass kein Embryo das Blastozystenstadium erreicht. In solchen Fällen ist ein früherer Transfer sinnvoll. Die Spezialistinnen und Spezialisten der Zentren und Kliniken für Kinderwunschbehandlungen von amedes beraten dich mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen.

Gibt es Risiken bei der Blastozystenkultur?

Wenn kein Embryo das Blastozystenstadium erreicht, ist im jeweiligen Zyklus kein Transfer möglich. Dies kann emotional belastend sein und führt überdies zu einem erhöhten Zeit- und Kostenaufwand für weitere Versuche und Behandlungszyklen. Deshalb ist im Vorfeld eine individuelle Festlegung des geeigneten Vorgehens durch eine erfahrene Medizinerin bzw. einen erfahrenen Mediziner für Reproduktionsmedizin wichtig.

Infos aus erster Hand

Infos aus erster Hand

Offene Informationsabende

Nutzt die offenen amedes Info-Abende, um euch über Behandlungsoptionen bei unerfülltem Kinderwunsch zu informieren, Unsicherheiten abzulegen und Klarheit zu gewinnen, welche Wege ihr gehen könnt. Bitte beachtet, dass sich unsere Info-Abende sowohl an heterosexuelle als auch gleichgeschlechtliche Paare und alleinstehende Frauen richten. Die Expertinnen und Experten von amedes heißen euch herzlich willkommen und freuen sich auf eure Fragen.

Hannover
10.08.2026
07.09.2026
26.10.2026
Beginn: um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:50 Uhr)
Köln
16.09.2026
15.10.2026
17.11.2026
Beginn: um 19 Uhr
Bad Münder
19.08.2026
26.11.2026
Beginn: um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:50 Uhr)
Dortmund, Siegen & Wuppertal
15.09.2026
13.10.2026
Beginn: um 19:00 Uhr