Assisted Hatching

Assisted Hatching ist ein Verfahren, das dem Embryo das Verlassen der Eihülle und die Einnistung in die Gebärmutter erleichtern soll. Es kann Paaren und Patientinnen nach strenger Indikationsstellung im Rahmen einer künstlichen Befruchtung mit IVF oder ICSI angeboten werden. 

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Behandlung

Behandlung

Wenn die Einnistung scheitert

Bleibt eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege und auch nach dem Embryotransfer im Rahmen einer künstlichen Befruchtung aus, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben. Einer davon ist, dass es dem Embryo nicht gelingt, aus seiner schützenden Eihülle, der Zona pellucida, zu schlüpfen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Eihülle verdickt ist. Bei Frauen über 37 Jahren sowie bei zuvor eingefrorenen Eizellen oder Embryonen kommt das häufiger vor. Assisted Hatching ist ein Verfahren, bei dem die Eihülle ausgedünnt oder geöffnet wird, um dem Embryo das Schlüpfen zu erleichtern.

Wirkung des Add-ons

Wirkung des Add-ons

Schlüpfhilfe für Embryonen

Assisted Hatching kann im Rahmen einer künstlichen Befruchtung mittels ICSI oder IVF angewendet werden. Zunächst erfolgt eine mikroskopische Beurteilung und eine Auswahl geeigneter Embryonen. Der ausgewählte Embryo wird unter dem Mikroskop fixiert und die Eihülle mithilfe eines präzisen Lasers ausgedünnt, leicht angeritzt oder punktuell geöffnet.Anschließend erfolgt der Transfer des Embryos in die Gebärmutter.

Erfolgschancen

Erfolgschancen

Studien zu Assisted Hatching

Schon im Jahr 2016 vermuteten Übersichtsarbeiten, dass Assisted Hatching einen positiven Einfluss auf die Schwangerschaftsraten haben könnte.1 Bis dato gibt es jedoch keine beweisenden hochwertige Studien, insbesondere mit Blick auf die Lebendgeburtenrate, sodass dieses Add-on nicht standardmäßig bei jeder IVF oder ICSI zur Anwendung kommt.2

Unsere amedes-Kinderwunschzentren verwenden einen speziellen Laser, sodass das Risiko einer Verletzung des Embryos nahezu ausgeschlossen ist.

Zielgruppe

Zielgruppe

Mögliche Indikationen für Assisted Hatching

Die Schlüpfhilfe („Assisted Hatching“) ist nur in ausgewählten Einzelfällen zu überlegen. Diese sind z. B.:

  • mehrere erfolglose IVF- oder ICSI-Behandlungen / Embryotransfers

  • Verwendung von Eizellen oder Embryonen nach Kryokonservierung

  • verdickte Zona pellucida 

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Überweisung mit Vermerk „unerfüllter Kinderwunsch“, falls Kostenübernahme durch Krankenkasse möglich.

Einholen aktueller medizinischer Befunde von Frauenärztin/Frauenarzt und ggf. Hausärztin/Hausarzt.

Fragen aufschreiben und zusammen mit den Befunden zum Erstgespräch mitbringen.

Kosten für Assisted Hatching

Kosten für Assisted Hatching

Kostentransparenz im Rahmen der Kinderwunschbehandlung

Die Kosten für das Assisted Hatching werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen, da es sich um ein sogenanntes Add-on handelt, dessen Nutzen wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Bei Privatversicherungen muss individuell geklärt werden, ob eine anteilige Kostenübernahme möglich ist. In der Regel kannst du mit Kosten im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich rechnen. Damit du weißt, was finanziell auf dich zukommt, erstellen wir für dich vorab eine transparente Kostenübersicht. 

Hier findest du uns

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Unsere Standorte in Deutschland

amedes Kliniken für Kinderwunschbehandlungen findest du in ganz Deutschland. Auf der Karte siehst du, welches Kinderwunschzentrum in der Nähe deines Wohnortes liegt. Wenn du mehr über einen der Standorte erfahren möchtest, klicke einfach auf die interaktive Karte.

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Fertility Center Hamburg
Kinderwunschzentrum Hamburg Barkhof
Kinderwunschzentrum Hannover
Kinderwunschzentrum Dortmund
Kinderwunschzentrum Köln
Kinderwunschzentrum Trier
Kinderwunschzentrum Bad Münder
Kinderwunschzentrum Siegen
Kinderwunschzentrum Wuppertal
Hamburg
Fertility Center Hamburg

Speersort 4,
20095 Hamburg,
Deutschland

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Hamburg
Kinderwunschzentrum Hamburg Barkhof

Mönckebergstraße 10
(6. Etage, Eingang Passage Barkhof)
20095 Hamburg

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Hannover
Kinderwunschzentrum Hannover

Theaterstraße 15
30159 Hannover

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Dortmund
Kinderwunschzentrum Dortmund

Olpe 19
44135 Dortmund

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Köln
Kinderwunschzentrum Köln

Schönhauser Str. 3
50968 Köln (Bayenthal)

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Trier
Kinderwunschzentrum Trier

Max-Planck-Straße 15
54296 Trier

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Bad Münder
Kinderwunschzentrum Bad Münder

Hannoversche Straße 24
31848 Bad Münder

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Siegen
Kinderwunschzentrum Siegen

Hermelsbacher Weg 41
57072 Siegen

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Wuppertal
Kinderwunschzentrum Wuppertal

Hofaue 93
42103 Wuppertal

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Häufige Fragen zu Assisted Hatching

Häufige Fragen zu Assisted Hatching

Welche Rolle spielt die Embryoqualität beim Assisted Hatching?

Die Embryoqualität kann eine entscheidende Rolle spielen. Daher geht dem Eingriff eine mikroskopische Beurteilung von Entwicklungsstand, Struktur der Zellen und allgemeinen morphologischen Merkmalen voraus. Bei bestimmten Auffälligkeiten, wie zum Beispiel einer dickeren Zona pellucida, kann das Assisted Hatching erwogen werden.

Für welche Altersgruppen ist Assisted Hatching geeignet?

Assisted Hatching wird nicht exklusiv für eine bestimmte Altersgruppe empfohlen, sondern abhängig von der individuellen Behandlungssituation durchgeführt. Tendenziell wird die Methode eher älteren Patientinnen ab 37 Jahren empfohlen, da sich die Eigenschaften der Eihülle mit zunehmendem Alter verändern. 

Kann Assisted Hatching mit anderen Add-ons kombiniert werden?

Es gibt verschiedene Add-ons, die unterschiedliche Entwicklungsstadien des Embryos adressieren. Diese können auch miteinander kombiniert werden. Die Zugabe von Calcium Ionophor zum Nährmedium soll beispielsweise im individuellen Fall die Aktivierung der Eizelle bei einer ICSI unterstützen. EmbryoGlue® soll die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut fördern. Ob und welche Add-ons zusätzlich zum Assisted Hatching im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung mit IVF oder ICSI sinnvoll sind, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Die Expertinnen und Experten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin von amedes beraten dich gerne.

Welche Vorteile bietet Assisted Hatching?

  • Assisted Hatching versucht, eine mögliche mechanische Barriere für die Einnistung zu verringern.
  • In Zusammenfassung der aktuellen wissenschaftlichen Daten ist der Nutzen aber nicht bewiesen. Der Eingriff erfolgt vor dem Embryotransfer im Labor.
  • Für die Patientin sind daher keine zusätzlichen Medikamente oder körperlichen Eingriffe erforderlich.

Gibt es Risiken beim Assisted Hatching?

Bei diesem spezialisierten Laborverfahren wird lediglich die äußere Hülle des Embryos bearbeitet. Das heute zumeist eingesetzte Laserverfahren ermöglicht eine präzise Bearbeitung der Eihülle, ist aber nicht vollständig risikofrei. In der Forschung wird auch diskutiert, ob die Methode das Risiko für Mehrlingsschwangerschaften, insbesondere eineiige Zwillinge, erhöht.3 Bisherige Untersuchungen zeigen kein zusätzliches Risiko für Fehlbildungen oder ungünstige gesundheitliche Folgen beim Kind. 

Wie hoch sind die Chancen einer Schwangerschaft mit Assisted Hatching?

Ob eine Behandlung mit Assisted Hatching zur gewünschten Schwangerschaft führt, wird durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst, unter anderem durch das Alter der Patientin, die Eizell- und Embryoqualität sowie die Anzahl der erfolglosen Versuche, mithilfe von künstlicher Befruchtung schwanger zu werden. Deshalb ist eine individuelle reproduktionsmedizinische Beratung wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen Assisted Hatching und Blastozystenkultur?

Bei beiden handelt es sich um optionale Zusatzverfahren (Add-ons) im Rahmen einer künstlichen Befruchtung. Beim Assisted Hatching wird die äußere Hülle des Embryos bearbeitet, um das „Schlüpfen“ zu erleichtern. Bei einer Blastozystenkultur werden die Embryonen länger (5–6 Tage) kultiviert. Die Übertragung in die Gebärmutter erfolgt erst, wenn sich die Embryonen zu Blastozysten entwickelt haben. 

Welche Methoden des Assisted Hatchings gibt es?

Am häufigsten wird das sogenannte Laser assisted Hatching durchgeführt – dieses gilt als besonders präzise. Hierbei wird die Eihülle mithilfe eines Lasers gezielt verdünnt oder geöffnet. Außerdem gibt es noch mechanische Verfahren, bei denen die Zona pellucida mithilfe spezieller Instrumente bearbeitet wird und chemische Methoden, bei denen die Ausdünnung der Hülle mit speziellen Lösungen erfolgt.

Gibt es rechtliche Vorgaben für Assisted Hatching im Deutschland?

Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung ist das Assisted Hatching in Deutschland als optionale Zusatzmaßnahme grundsätzlich zulässig. Da bei dem Verfahren lediglich die äußere Hülle des Embryos bearbeitet wird und keine genetischen Veränderungen vorgenommen werden, bewegt es sich innerhalb der Vorgaben des deutschen Embryonenschutzgesetzes (ESchG). Die Durchführung erfolgt in spezialisierten Zentren und Kliniken für Kinderwunschbehandlungen.

Infos aus erster Hand

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Offene Informationsabende

Nutzt die offenen amedes Info-Abende, um euch über Behandlungsoptionen bei unerfülltem Kinderwunsch zu informieren, Unsicherheiten abzulegen und Klarheit zu gewinnen, welche Wege ihr gehen könnt. Bitte beachtet, dass sich unsere Info-Abende sowohl an heterosexuelle als auch gleichgeschlechtliche Paare und Single Frauen richten. Die Expertinnen und Experten von amedes heißen euch herzlich willkommen und freuen sich auf eure Fragen.

Hannover
07.09.2026
26.10.2026
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Köln
16.09.2026
15.10.2026
17.11.2026
Beginn: um 19 Uhr
Bad Münder
19.08.2026
26.11.2026
Beginn: um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:50 Uhr)
Dortmund, Siegen & Wuppertal
15.09.2026
13.10.2026
Beginn: um 19:00 Uhr

Quellenliste

Li, D., Yang, DL., An, J. et al. Effect of assisted hatching on pregnancy outcomes: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Sci Rep 6, 31228 (2016). https://doi.org/10.1038/srep31228 (Datum des Zugriffs: 20.07.2026)

2 Lacey L, Hassan S, Franik S, Seif MW, Akhtar MA. Assisted hatching on assisted conception (in vitro fertilisation (IVF) and intracytoplasmic sperm injection (ICSI)). Cochrane Database of Systematic Reviews 2021, Issue 3. Art. No.: CD001894. https://doi.org/10.1002/14651858.CD001894.pub6. (Datum des Zugriffs: 20.07.2026)

3 Liu C, Su K, Liu G, Shang W, Wang X, Li C, Chen L, Zhou X. The Impact of Assisted Hatching on Monozygotic Twinning is Related to Female Age and Insemination Method: A New Perspective. Twin Res Hum Genet. 2022 Oct;25(4-5):202-205. doi: 10.1017/thg.2022.27. Epub 2022 Sep 29. Erratum in: Twin Res Hum Genet. 2024 Aug;27(4-5):261. DOI: 10.1017/thg.2022.37. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36172934/ PMID: 36172934. (Datum des Zugriffs: 20.07.2026)